Die intravenöse Sauerstofftherapie oder Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger

Intravenöse Sauerstofftherapie. Sauerstoffinsufflation(stherapie). Sauerstoff-Infusions-Therapie. Oxyvenierungstherapie nach Regelsberger - oder Oxyvenierung. Wie Sie sehen, eine Therapie mit vielen Namen. Doch was verbirgt sich dahinter?

 

Eine Infusion kennt jeder. Werden bei einer Infusion Flüssigkeiten gegeben, sind es bei einer Insufflation Gase. Bei der intravenösen Sauerstoffinsufflation wird reiner, medizinischer Sauerstoff über eine sehr feine Kanüle in das venöse System eingebracht. Dabei wird der Sauerstoff in kleinen Mengen und exakt dosiert zugeführt. So perlen 10-60ml Sauerstoff in kleinen Bläschen in die Venen, die sich sofort im Blut lösen.

 

Wann wird die SIT eingesetzt

 

Die Indikationen für diese Therapie sind vielfältig. Sie kann beispielsweise bei Durchblutungsstörungen, degenerativen, chronisch entzündlichen, neurologischen und allergischen, sowie Herz- und Kreislauferkrankungen eingesetzt werden. 

Dabei hat die folgende Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Raucherbein

Schaufensterkrankheit

Schlecht heilende Wunden und offene Beine

Chronische Niereninsuffizienz

Makuladegeneration

Grüner Star (Glaukom)

Colitis Ulcerosa

Morbus Crohn

Rheuma

Polyarthritis

Migräne

Tinnitus

Morbus Meniere

Restless Leg Syndrom

Neurodermitis

Asthma bronchiale

Psoriasis

Hypertonie

Müdigkeit

Burn-Out

 

wie gesagt, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus wird sie häufig begleitend in der Krebsbehandlung und Chemotherapie eingesetzt und findet Anwendung in der Rekonvaleszenz nach Herzinfarkten und Schlaganfällen, in der Nachsorge von großen und kleinen Operationen, nach Entzugsbehandlungen und in allen Fällen, wo das Immunsystem gestärkt werden soll und muss.

Mit Fug und Recht kann man behaupten, das diese Therapie ein rechter Tausendsassa ist.

 

Wie wirkt die Oxyvenierung?

Dieses Überangebot, ja, der nun fast im Überfluss zur Verfügung stehende Sauerstoff stößt wahre Kettenreaktionen im Körper an.

 

Zunächst kommt es zu einer Erhöhung der eosinophilen Granulozyten (kurz Eosinophile), einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Der Normalerwert der Eosinophilen liegt bei 1%-4% der weißen Blutkörperchen. Nach der Oxyvenierung steigt er auf ca. 20%. Dieser signifikanten Anstieg ist typisch für die Therapie. Dieser Wert kann nach einer Kur von 10-20 Behandlungen etwa vier Monate lang nachgewiesen werden.

 

Die Eosinophilen unterstützen mit dem Sauerstoff die Produktion von Prostacyclin.

 

Prostacyclin wirkt stark vasodilatatorisch (Erweiterung der Blutgefäße) und bewirkt gerade bei Sauerstoffmangelzuständen (speziell bei Durchblutungsstörungen) wahre Wunder.  

 

Die Sauerstoffaffinität der Lunge steigt und die Sauerstoffabgabe gerade in die Peripherie, also in Armen und Beinen wird signifikant verbessert.

 

Prostacyclin hemmt darüber hinaus die Entstehung von Blutgerinnseln und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. So können selbst die feinsten Gefäße besser durchblutet werden. Bessere Durchblutung bedeutet immer:

  • Bessere Versorgung mit Nährstoffen
  • Bessere Versorgung mit Sauerstoff
  • Besserer Abtransport der Stoffwechselendprodukte.

 

Prostacyclin sorgt auch dafür, dass Ödeme ausgeschwemmt werden, denn es wirkt nicht nur vasodilatatorisch und bronchodilatatorisch (Erweiterung der Bronchien) sondern auch diuretisch (gr. di-uretikos = „den Urin befördernd“) und somit Wasserausschwemmend durch vermehrte Harnproduktion.

 

Der Sauerstoff setzt darüber hinaus eine Reihe unspezifischer Reize im Körper.

So wird, banal gesagt, der Turbo beim Immunsystem gezündet. Der Anstieg von Immunglobulinen weißer Blutkörperchen (Eosinophile, Basophile), Antioxidantien und verschiedenster Aminosäuren lässt sich nachweisen.

Der Fettstoffwechsel wird positiv beeinflusst, der Blut-pH-Wert stabilisiert sich und Laktat-Werte normalisieren sich.

 

Nebenwirkungen

Dabei stehen diesen herausragenden Heilwirkungen nur wenige Nebenwirkungen gegenüber. In seltenen Fällen kann es zu Müdigkeit, Gesichtsröte, einem leichtem Kopfdruck oder einem Druckgefühl im Brustkorb hinter dem Brustbein kommen oder beim tiefen Einatmen zu einem Hustenreiz. Diese Symptome vergehen sehr schnell und sind ein Zeichen dafür, das die Therapie anschlägt.

 

Auch häufiges Wasserlassen ist ein eher gutes Zeichen, denn es weist auf eine Ausschwemmung von Ödemen hin.

 

Wann darf die Oxyvenierung nicht angewendet werden

Wie gesagt, ist die Oxyvenierung eine vielseitige und nicht belastende Therapie die sehr gut vertragen wird. Doch gibt es einige, wenige Kontraindikationen, bei denen die Therapie nicht angewendet werden darf. Dies sind beispielsweise akute, fiebrige Erkrankungen.

 

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es noch weitere Kontraindikationen gibt, wie beispielsweise ein akuter Herzinfarkt oder ein akuter Schlaganfall, doch wird sich die Frage, ob dann in einer Heilpraktikerpraxis eine Oxyvenierung durchgeführt werden darf oder nicht, wohl nur in der Theorie stellen, denn das sind medizinische Notfälle, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen.

 

Was ist während der Sauerstoffinsufflation zu beachten?

Mäßige körperliche Betätigung ist zu empfehlen, doch sollten Leistungssport und Strapazen vermieden werden. Nikotin vermindert die Wirkung der Behandlung, weshalb während der Behandlungszeit nicht geraucht werden sollte.

Nicht (oder nur nach Absprache) sollten eingenommen werden

  • Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen, Aspirin (in hohen Dosen), Paracetamol und Diclophenac
  • Rheumamittel
  • Kortison

Die Sauerstofftherapie hat keinen Einfluß auf den Quickwert (Stichwort Marcumar).

 

Die Oxyvenierung als vielseitige und flexible Therapie

Als Einzeltherapie hat die Oxyvenierung schon ein breites Wirkspektrum. Sie lässt sich darüber hinaus auch mit mit anderen Therapien, ganz besonders mit Infusionstherapien (Vitamin C Hochdosistherapie, Entgiftung, Eumetabol...) zu einer individuellen Therapie sehr wirkungsvoll kombinieren. Gerade ein geschwächtes Immunsystem spricht im Allgemeinen auf eine solch gezielte Therapie gut an.

 

Hier hinein fällt auch die bereits erwähnte, begleitende, symptomatische  Behandlung von Krebspatienten bei Chemotherapie und/oder Bestrahlungen und ähnlichem. Doch darf dies keinesfalls als alternative Krebstherapie betrachtet werden. Eine (erweiterte) Oxyvenierung zielt eher auf die Linderung der fürchterlichen Nebenwirkungen einer hochaggressiven Krebstherapie. 

Die Chemo-Patienten werden selbstverständlich immer umfassend auf "mögliche" Nebenwirkungen hingewiesen. Meine Erfahrung zeigt aber, dass das nicht Eintreten der Nebenwirkungen eher die Ausnahme ist...

 

 

Wie macht sich die Behandlung bemerkbar

Die Wirkung der Therapie zeigt sich meist in subjektiven Wahrnehmungen (in Abhängigkeit der Beschwerden) wie:

  • messbare Verlängerung der Gehstrecke
  • rasche Ödemausschwemmung
  • verbesserte Schlaflänge- und tiefe
  • Besserung des Allgemeinbefindens
  • deutliche Stimmungsaufhellung
  • Stärkung der Widerstandskraft gegenüber Infektionen
  • Abheilung des Ulcus curis

Objektive Wirkungen lassen sich belegen mittels:

  • Ultraschall-Doppler-Druckmessung (Gefäße)
  • Blutuntersuchungen (Leber- und Nierenwerte)
  • Blutdruckmessung
  • Verbesserung der Visuswerte (Makuladegeration)
  • Normalisierung des Augeninnendrucks (Glaukom)

Auch diese Aufzählungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

 

Wie lange dauert eine Behandlung

Eine einzelne Behandlung dauert etwa eine Stunde. Dabei entfallen etwa 30-40min auf die Sauerstoffinsufflation, gefolgt von einer 20 minütigen Ruhephase.

Die SIT dient eher der Behandlung chronischer als akuter Beschwerden. Sie wird in einer Kur von 10-20 Behandlungen durchgeführt um die Langzeitwirkungen zu aktivieren. Dazu sind Minimum drei Behandlungen wöchentlich notwendig, sinnvoll ist es, die ersten 10-12 Behandlungen innerhalb von zwei Wochen (mit Ausnahme des Sonntags) durchzuführen.

 

Was kostet eine Behandlung

Da die Therapie vom Aufwand her sehr überschaubar mit den Ressourcen der Praxis umgeht und sehr gut planbar ist, sind auch die Therapiekosten überschaubar. Die Kosten für eine einzelne Oxyvenierungsbehandlung belaufen sich auf gerade mal 35-45€.

 

Viele PKVen und private Zusatzversicherungen erstatten diese Therapie. Ob Sie persönlich einen Erstattungsanspruch haben, sollten Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Versicherer klären.

 

Wie können Sie mehr über diese Therapie erfahren?

Wenn Sie Fragen zur Oxyvenierung haben, wir sind nur so weit weg, wie das nächste Telefon.

 

Die Praxisadresse ist:

wir sind umgezogen! Ab dem 01. Dezember 2019 ist umsere neue Adresse:

Naturheilpraxis Harry Born

Rodenkirchener Strasse 152

50997 Köln (Rondorf)

 

Auch die Rufnummer hat sIch geändert:

 

02233/966 05 66

Durch den Ortsnetzwechsel sind aus technischen Gründen die alten Rufnummern ab sofort leider nicht mehr erreichbar.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Naturheilpraxis Harry Born